Willkommen beim NABU Oberhausen


Für Mensch und Natur

Der NABU möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.


Apfelsammlung

10.09. und 24.09.2022 von 9:00 Uhr - 13:00 Uhr

Foto: Jana Jablonski
Foto: Jana Jablonski

Auch in diesem Jahr veranstalten wir wieder eine Apfelsammlung auf dem

 

Hof von Bauer Köster,

Gabelstraße 71 in 46147 Oberhausen

 

Äpfel werden von Privatpersonen angekauft oder gegen verbilligten Saft der Obstkelterei van Nahmen eingetauscht.

 

Apfelbäume sind kleine Paradiese für bedrohte Arten wie z. B. Wildbienen, Hornissen, Garten-rotschwanz, Haselmaus und Siebenschläfer. Ein einziger Apfelbaum beherbergt bis zu 1000 Arten. Mit unserer Aktion leisten wir einen Beitrag zum Erhalt dieses faszinierenden Lebensraumes.


„Extremstandort Innenstadt - Wie geht es unseren Stadt-Bäumen?"

12.09.2022 von 17:00 Uhr - 19:00 Uhr

Erörtert wird an Einzelbeispielen Standortprobleme, Baumkrankheiten und Handlungsmöglichkeiten:

     · Differenzierung von geeigneten und ungeeigneten Baumstandorten

     · Die Linde als Stadtbaum und ihre Schäden

     · Die Folge von unsachgemäßen Schnittmaßnahmen

     · Die Platane als Stadtbaum / Pro und Contra

     · Die Folgen von schlechten Standortbedingungen und dem Klimawandel am Beispiel des Silberahorns

     · Vorteile und Merkmale einer gesunden Allee

     · „Klimabäume“ übertriebener Hype oder steckt mehr dahinter?

Die Exkursion führt über den Saporoshije Park, Berliner Park, Freiherr-vom-Stein-Straße, Grillopark, Gerichtstraße und endet an der Nohlstraße.

Exkursion mit Gartenbaumeister und Agrarbetriebswirt Jens Koschnick von den Servicebetrieben OB (SBO)

Treffpunkt: Bekanntgabe bei Anmeldung

Teilnehmerzahl: begrenzt

Teilnehmergebühr: keine

Anmeldung bis 10.09.2022 : info@nabu-oberhausen.de


Hitze macht auch den Tieren zu schaffen

Jetzt Tränken im Garten und auf dem Balkon aufstellen

Die derzeitige hochsommerliche Hitze macht Menschen und Tieren gleichermaßen zu schaffen. Ausruhen im Schatten, Abkühlung, viel trinken – die Strategien in der Tierwelt gegen die anhaltende Hitze sind den menschlichen zum Teil recht ähnlich. Gerade in unserer versiegelten Stadt fehlen aber häufig für viele Tiere  die Möglichkeiten rasch den Durst zu stillen, da kleine Wasserstellen fehlen. Deshalb bitten wir Naturfreunde und Naturfreundinnen jetzt Tränken aufzustellen.

 

Geeignete Tränken sind Schüsseln, Blumentopf-Untersetzer oder Suppenteller. Wichtig ist, dass die Tränke auf einem gut einsehbaren Platz nicht in unmittelbarer Nähe von Büschen eingerichtet wird. Sonst kann manch „Stubentiger“ dem durstigen Tier ein jähes Ende bereiten. Größere Tränken sollten immer ein Brett als Ausstiegshilfe für ungeübte Jungvögel und kleinere Säugetiere bekommen. Die Tränken müssen allerdings täglich gereinigt und das Wasser gewechselt werden. Allzu schnell können sich sonst Salmonelle, Trichomonade & Co. vermehren und die Wasserstellen werden zu tödlichen Infektionsquellen.

 

Über Wasserquellen im Garten oder auf dem Balkon freuen sich neben den Vögeln auch heimische Kleinsäuger wie z. B. Igel und Eichhörnchen. Wer noch mit Steinen für Sitzmöglichkeiten innerhalb der Wasserstelle sorgt wird sogar beobachten können, wie Wespen, Schwebfliegen und Hummel sich dort laben.


2022 Ökologische Maßnahme in Oberhausen

Aufwertung von Baumscheiben am Altmarkt Marktstraße

Für die ökologische Aufwertung von Baumscheiben am Altmarkt in Alt-Oberhausen hat der NABU Oberhausen e.V. einen Antrag bei der Stadt Oberhausen im Rahmen des Verfügungsfonds (Städtebauförderung) bewilligt bekommen. Im Zuge der Maßnahme wurden 12 außenliegende Baumscheiben auf dem Altmarkt fachmännisch entsiegelt und unter Einbindung der Bewohnerschaft und vieler Stadtakteure bepflanzt. Kooperationspartner sind Vertreter*innen des Projekts c.lab (Fraunhofer UMSICHT), die mit der Kostenübernahme für die Vorbereitung von 6 Baumscheiben das Projekt in der Umsetzung entlastet und die gestalterische Organisation übernommen haben. Unterstützt wurde das Projekt während der gesamten Laufzeit aber auch von Patrick Klüber vom Hand drauf! e. V. sowie vielen weiteren Ehrenamtlichen.

Die Baumscheiben mussten zur Bepflanzung vorbereitet werden: die vorhandene Versiegelung wurde entfernt, Boden wurzelschonend entfernt, einige Beete mit Holzeinrahmungen erhöht und neues wasserspeicherndes Substrat eingefüllt. Erst danach konnten standortgerechte Pflanzen in die Beete gesetzt werden.

Damit alles rechtzeitig zur Pflanzung fertig wurde, hat aber auch Bezirksbürgermeister Dominik Stenkamp zum Handmeißel gegriffen. Zur Hilfe eilten noch der Stadtteilmanager vom Stadtteilbüro Brückenschlag Devrim Ozan und die Betreiber des Frisörladens Barbershop Shewan. Somit konnten in Gemeinschaft alle Baumscheiben termingerecht vorbereitet werden. Die Pflanzungen erfolgten an zwei Terminen. Der NABU Oberhausen bedankt sich herzlich bei allen Ehrenamtlichen. Für alle Baumscheiben wurden Patenschaften übernommen.

 

Sie haben auch Spaß am Gärtnern und interessieren sich für eine Baumscheiben Patenschaft?

Kontakte:

NABU Oberhausen e. V.: info@nabu-oberhausen.de

c.lab (Fraunhofer UMSICHT): Dienstag und Donnerstag ab 17:00 Uhr im "Supermarkt der Ideen", Goebenstraße 83

Ansprechpartner bei der Stadt Oberhausen:

Baumscheiben- und Grünflächenpatenschaft: Carsten Blümel, Telefon 0208 825-3581

Stadtteilbüro Brückenschlag: Marktstraße 97, Telefon 0208 8284 9086, info@brueckenschlag-ob.de


Ausbau Autobahnkreuz Oberhausen

So nicht!

Mit dem Verlust von ca. 5000 Bäumen geht auch deren Leistung als Lärm- und Schadstoffminderer verloren. Durchgängiger Lärmschutz ist nicht vorgesehen. Wo es teuer wird, wie bei den exponiert stehenden längeren Brücken und einem Autobahnabschnitt wird auf Lärmschutzmaßnahmen verzichtet.

Eine stärkere Schallausbreitung ist zu erwarten.

Ersatzpflanzungen orientieren sich nicht an zunehmenden Trocken- und Hitzeperioden sondern erfolgen anhand der "Numerischen Bewertung von Biotoptypen für die Eingriffsregelung in NRW" (LANUV) aus dem Jahr 2008.

Der Klimawandel bleibt unberücksichtigt.

60 Jahre Autobahnkreuz haben Spuren hinterlassen, eine aktuelle Bewertung von Bodenproben fehlt.

Eine Entsorgung des kontaminierten Bodens ist nicht vorgesehen.

Die Beseitigung von Waldflächen und Grünstrukturen führen zu einer Verschlechterung des Landschaftsbildes:

„Wohnen an der Lärmschutzwand“ statt „Wohnen am Waldrand“.

Autobahn und damit Gefahrstofftransporte rücken näher an die Siedlungsbereiche.

Ein Sicherheitskonzept liegt nicht vor.

Die Prognose, dass das Verkehrsaufkommen ansteigt, ist aufgrund aktueller Verkehrsuntersuchungen nicht belegt. In der Prognose unberücksichtigt bleiben u. a. BETUWE und RRX. Eine Verkehrswende macht den Aus- und Umbau unnötigt.

Für die Maßnahme sind 275. Mio. € vorgesehen.


Wie die Vielfalt in den Garten kommt

Damit es summt und brummt ....

Wildbiene auf Zungen-Hahnenfuß - Foto: Helge May
Wildbiene auf Zungen-Hahnenfuß - Foto: Helge May

Mit einem ökologischen Garten kann jeder einen Beitrag zum Erhalt der Arten leisten, denn unsere Gärten können so zu wichtigen Lebens- und Rückzugsräumen für Pflanzen und Tiere werden. Wer beispielsweise Wildbienen im Garten fördert, gibt vielen Bestäubern eine Heimat. Wer Vögeln Unterschlupf und Nahrung bietet, hat die besten Schädlingsbekämpfer vor Ort.

In einem biologisch vielfältigen Garten wachsen vor allem heimische Pflanzen, die die Tierwelt einladen und ihnen Nahrung, Verstecke und Nistplätze bieten. Im Frühjahr spenden heimische Frühblüher den Hummeln erste Nahrung und uns einen herrlich bunten Garten bereits im April. Später bereichern frühsommerliche Blütenpracht der Obstbäume und Stauden den Garten und locken Falter und andere Insekten an. Heimische beerentragende Gehölze und Samen von Gräsern und Stauden sowie viele Insekten bieten Vögeln ein schmackhaftes Nahrungsangebot im Sommer und Herbst. Im Winter erleichtern abgeblühte Samenstände den überwinternden Vögeln die Nahrungssuche. Auch optisch sind sie, mit Schnee bepudert, ein schöner Anblick. Beeren und Früchte sind in dieser entbehrungsreichen Zeit wichtige Futterquellen.

Nicht nur Vögel und Insekten können sich in unserem Garten zuhause fühlen. Auch Igel, Eidechsen, Frösche und Kröten sowie eine Vielzahl anderer Kleintiere kommen gern vorbei, wenn der Garten vielfältig gestaltet ist.

Damit sich Tiere in unseren Gärten wohl fühlen, ist es wichtig, auf den Einsatz von Pestiziden und eine all zu große Ordnungsliebe zu verzichten. Den Boden bedecken oder zu hacken, hilft gegen ungewollte Wildkräuter. Wer eine „wilde Ecke“ mit Disteln, Brennnesseln und Gräsern belässt, bietet den Raupen von Tagpfauenauge, Kleinem Fuchs und dem Distelfalter einen gedeckten Tisch.
Auszüge aus Brennnessel und Ackerschachtelhalm sind wirkungsvolle Pflanzenstärkungsmittel. Ihr unschlagbarer Vorteil: Sie sind sofort verfügbar und ungiftig.


Schmetterlingsfreundliche Gärten gesucht

NABU NRW zeichnet schmetterlingsfreundliche Privatgärten aus

Zitronenfalter - Foto: Helmut Mickley
Zitronenfalter - Foto: Helmut Mickley

Immer seltener flattern Tagpfauenauge, Zitronenfalter und Kleiner Fuchs noch durch unsere Gärten: Die Bestände unserer heimischen Schmetterlinge sind in den letzten Jahren dramatisch gesunken. Zwar sind die Hauptursachen hierfür im Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und dem Verlust von Lebensräumen zu suchen, doch feststeht: Unsere Gärten können einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt von Schmetterlingen leisten.

 

Mit dem Projekt „Zeit der Schmetterlinge“, welches erneut durch die Deutsche Postcode Lotterie gefördert wird, möchte der NABU NRW auf die Wichtigkeit der Gärten als Lebensräume hinweisen und zum Anlegen neuer Schmetterlingsgärten anregen. Bereits im sechsten Jahr unterstützt das Projekt Schulen und Kitas dabei, das Außengelände in einen Garten für Schmetterlinge zu verwandeln. Wer das schafft, bekommt hierfür die Auszeichnung zum schmetterlingsfreundlichen Garten, in Form einer Urkunde und Plakette für den Gartenzaun. Jetzt können sich erstmalig auch Privatgärten um die Auszeichnung bewerben

Bewerben können Sie sich ab sofort ganz einfach über ein Formular, welches unter www.schmetterlingszeit.de zur Verfügung steht. Bitte senden Sie dieses Formular, versehen mit einem Foto des Gartens, per E-Mail an Schmetterlingszeit@NABU-NRW.de oder postalisch an den NABU NRW, „Zeit der Schmetterlinge“, Völklinger Str. 7-9, 40219 Düsseldorf.

 

Ansprechpartnerin für das Projekt "Zeit der Schmetterlinge" ist Sarah Bölke

Agrarvögel weiter im Sturzflug

Stärkere Anstrengungen für Vögel der Agrarlandschaften nötig

Foto: NABU/Thorsten Krüger
Foto: NABU/Thorsten Krüger

Mittlerweile fehlt in Deutschland jeder dritte Agrarvogel, den es vor 35 Jahren noch gab.

 

Betroffen sind Arten wie Kiebitz, Rebhuhn oder Braunkehlchen. Die Daten zeigen auch, dass der Gesamtbestand jener Vogelarten zurückgeht, die ihre Jungen mit Insekten füttern.

 

 

 

 

 


Lebendig und schön statt steinig und trist

Alternativen zu Schotter & Co.

Foto:NABU/Helge May
Foto:NABU/Helge May

Wer sich einen pflegeleichten Garten wünscht, muss nicht zum Schotter greifen!

 

Die heimische Natur hat viele Alternativen zu bieten, welche Arbeit sparen und gleichzeitig ästhetisch wirken.

 

Ob bunt blühend oder eher zurückhaltend mit kühlen Farben und Formen – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

 


Schwalbenfreundliches Haus

Weitere Auszeichnung

Herrmann Hagedorn mit Tochter /Sabrina Knieper           -        Foto: Ch. Mollmann
Herrmann Hagedorn mit Tochter /Sabrina Knieper - Foto: Ch. Mollmann

31.08.2018 Wohnungsnot in Oberhausen – davon können auch die Schwalben ein Lied zwitschern. Denn immer weniger Hausbesitzer lassen die Vögel unter dem Dachvorsprung nisten. Kein Problem mit den geflügelten Mitbewohnern, die einst als Glücksboten galten, hat aber der Landwirt Hermann Hagedorn. In seiner Scheune sind schon seit vielen Jahren die Schwalben willkommen und auch in diesem Jahr nisteten zehn Rauchschalbenpaare an der Hagedornstraße und zogen erfolgreich ihre Brut und Nachbrut auf. Und so konnte Sabrina Knieper vom NABU Oberhausen wieder ein „Schwalben­freundliches Haus“ auszeichnen. Über die Auszeichnung hat sich Herr Hagedorn sehr gefreut.